Steuererklärungen – Körperschaftsteuer-, Umsatzsteuer- und Einkommensteuererklärung
Steuern im Rechnungswesen
Allgemein werden Steuern nach Steuergegenstand eingeteilt:
- Steuern auf den Ertrag – Einkommensteuer, Körperschaftsteuer, Kapitalertragsteuer
- Steuern auf das Vermögen – Grundsteuer, Erbschaftsteuer, Schenkungssteuer
- Steuern auf den wirtschaftlichen Verkehr – Umsatzsteuer, Grunderwerbssteuer
- Steuern auf den Verbrauch – Tabaksteuer, Mineralölsteuer
Aus betrieblicher Sicht und für die Berücksichtigung bei der Gewinnermittlung ist eine andere Einteilung wesentlich:
- Steuern als betrieblicher Aufwand (unternehmensrechtlich) – Körperschaftsteuer
- Steuern als betrieblicher Aufwand (steuerrechtlich) – Kommunalsteuer, KFZSteuer, Grundsteuer
- Steuern Aktivierungspflichtig – Grunderwerbssteuer, NOVA
- Steuern Durchlaufposten – Umsatzsteuer, Lohnsteuer
- Steuern Privat – Einkommensteuer
Aufwandsteuern stellen betrieblichen Aufwand dar und mindern den Gewinn. Die Körperschaftsteuer ist die Einkommensteuer der juristischen Personen (AG, GmbH), Basis ist das Einkommen, das die Körperschaft innerhalb eines Wirtschaftsjahres bezogen hat.
Aktivierungspflichtige Steuern erhöhen den Wert des angeschafften Gutes (zB Ankauf von Grundstücken oder KFZ) und somit das Vermögen des Unternehmens.
Durchlaufende Steuern werden vom Unternehmen eingehoben und an das Finanzamt weitergeleitet, bleiben somit im Unternehmen neutral.
Privatsteuern sind Steuern, die nur den privaten Bereich des Unternehmers betreffen und bleiben aus betrieblicher Sicht unbeachtlich (zB Einkommensteuer). Basis ist das Einkommen, das der Unternehmer innerhalb eines Kalenderjahres bezogen hat.
Sowohl bei Steuern, deren Höhe vom Finanzamt vorgeschrieben wird, als auch bei Steuern, die selbst zu berechnen sind, wird vom Finanzamt ein Steuerbescheid erstellt. Dem Steuerbescheid vorausgehend und um die Steuer in richtiger Höhe ermitteln zu
können, muss eine Steuererklärung erstellt werden.